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Bistrot e Carpacceria
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PRÄSENTATION


verfasst von RICCARDO FRANCHINI

Renato Bacchetta wurde in Casalvolone in der Provinz Novara am 26. April 1947 geboren. Sein gesamtes Leben sollte durch wiederholtes Umziehen gekennzeichnet sein, im Laufe dessen er nicht nur in Italien, sondern in ganz Europa sowie auch Übersee arbeiten sollte. Sein Schicksal wurde wahrscheinlich bereits dann geschrieben, als sich seine Eltern kurz nach seiner Geburt entschlossen, nach Gozzano zu ziehen, am Ufer des Orta-Sees, wo sie während rund zwei Jahren ein Wirtshaus mit Gästezimmern führten.
Renato sollte sich sich als ein Junge mit starker und zielgerichteter Persönlichkeit herausstellen, der weiss, was er will, dynamisch ist und nicht auf der faulen Haut liegt: während des letzten Primarschuljahres arbeitete er in der Molkerei Zorzi als Laufjunge und bekam sein erstes Entgelt: einen Wochenlohn von 500 Lire. Nicht nur: durch die Woche trägt er auch von Tür zu Tür die Telefonnachrichten für die Stipel aus (die damalige staatliche Telefongesellschaft).
Im Alter von 11 Jahren schlägt er bereits den vorgegebenen Weg - der wahrscheinlich bereits in seinen Genen lag - in die Welt des Gastgewerbes ein. Er beginnt (mit einem täglichen Pensum von 07.00 bis 22.00 Uhr, alle Wochentage) in der „Bar Principe“ in Borgomanero zu arbeiten, mit einem Monatslohn von 5.000 Lire und gleich danach in Novara im Restaurant - Hotel „La Pergola“. Seit damals hat er nicht mehr aufgehört, und hat Erfahrungen auf Erfahrungen gesammelt, alle verschieden und anregend, die dazu beigetragen haben, den Charakter und das Genie des Spitzenkochs zu bilden, zu welchem er im Lauf der Jahre herangereift ist, und welche es ihm unter anderem erlaubt haben, gleich vier Sprachen zu lernen!

Die erste Sommerleitung verbringt er als Commis de Rang im Hotel “Splendid” in Baveno. Nach einem kurzen Winter in Carisio in der Provinz Turin begibt er sich auf die Insel Ischia für die Sommersaison im Hotel “Excelsior” in Ischia Porto. Vom Meer in die Berge, verbringt er den darauffolgenden Winter in Sestrière im Hotel “Duchi d’Aosta”, um sodann bei den ersten Anzeichen des Frühlings nach Kampanien, und genauer nach Neapel zurückzukehren, in das Hotel „Royal“. Sein Talent und seine Organisationsfähigkeit bleiben nicht unbemerkt, weshalb ihn sogar sein Lehrmeister Herr Poltronieri 1964 - im Alter von noch nicht mal 17 Jahren - nach Frankfurt in Deutschland schickt, was sein Sprungbrett werden soll: niemand hätte sich vorgestellt, dass er ab dem Moment durch ganz Europa ziehen wird, wo er mal hier, mal da neue Techniken lernen, neue Anregungen aufschnappen, neue Ideen entwickeln wird, welche ihn zu dem kreativen und neuerungsfähigen Koch machen, den wir heute kennen.
Während knapp drei Jahren arbeitet er in Deutschland, im Hotel „Frankfurterhof“, im Restaurant „Kupferpfanne“, in der „Jahrhunderthalle“, im Hotel “Monopol Metropol”, im Inselhotel in Konstanz am Bodensee und zu guter Letzt im Restaurant des Flughafens Frankfurt. Er lässt sich keine Gelegenheit entgehen, Neuigkeiten auszuprobieren und begibt sich nach Schottland in das „Gleaneagles“-Hotel für die Saison von April bis Oktober. Er kehrt sodann nach Deutschland zurück, wo er in der amerikanischen Nato-Basis arbeitet.  Hierauf folgt ein erneuter Abstecher in den Norden, nach Finnland, Schweden und die Niederlande, von wo aus er sich 1968 auf einem grossen Kreuzer der Gesellschaft „Holland-American Line“ mit der Route Rotterdam, Le Havre, Southampton, Quebec, Montreal einschifft.  Nach Verlassen des Schiffs begibt er sich nach Spanien, nach Torremolinos, wo ihm nach Beendigung der Sommersaison - im Dezember desselben Jahres - die Leitung und Eröffnung eines italienischen Restaurants in Madrid angeboten wird: endlich „sein“ Lokal, wo er sich nach Lust und Laune ausdrücken kann und den wohlverdienten und hart erarbeiteten Erfolg einholen kann. Im März des Jahre 1970 wird er durch ABC Madrid, einer bedeutenden Tageszeitung Madrids, zum besten italienischen Restaurant der Stadt gekrönt!. Renato steht jedoch trotz der fraglosen und bedeutenden Anerkennung mit beiden Füssen fest auf dem Boden und lässt sich den Erfolg nicht zu Kopfe steigen: er ist es gewöhnt, hart zu arbeiten, sich stetig in Frage zu stellen und die Komplimente hart zu erarbeiten, ist sich jedoch gleichzeitig bewusst, dass er sich nicht auf den Lorbeeren ausruhen kann, sich weiterhin ins Zeug legen und stets neue Anregungen finden muss. Im Zuge dieser Philosophie zieht er 1972 nach Bilbao, wo er mit seinem Bruder ein italienisches Restaurant und einen Live-Jazz-Club eröffnet: die Zeitungen, das Radio und das Lokalfernsehen räumen diesem Ereignis erheblichen Platz ein und die Lokale werden zu den geschätztesten Treffpunkten der Stadt.
Trotz seinen Verpflichtungen und den zahlreichen Umzügen findet er ebenfalls Zeit für die Liebe: er heiratet 1974 und der Ehe entspringen zwei Söhne, Carmelo und Gian Renato. 1975 entschiesst er sich, nach Italien zurückzukehren und übernimmt das Restaurant „S. Pietro“ in Borgomanero, welches er, stets gemeinsam mit seinem Bruder, während ca. sechs Jahren führt. Im Jahr 1981 übernimmt er sodann die “Taverna del Pittore” in Arona, welche er mit Erfolg und unveränderter Begeisterung seit ca. 30 Jahren mit beinahe pedantischer Liebe zum Detail (wie er selbst bezeugt) führt, mit der unabdingbaren Mitarbeit seiner rechten Hand, dem Koch Giuseppe Quirico. Diesbezüglich ist zu verzeichnen, dass Bacchetta ebenfalls eine „Schule“ gegründet hat, d.h. verschiedenen Jungen die Möglichkeit gegeben hat, die kulinarischen Künste zu lernen, sich zu bestätigen und ihrerseits gute Köche zu werden und sowohl in Italien als auch im Ausland Lokale zu eröffnen.

Ich habe Bacchetta gefragt, wie er auf die Idee gekommen sei, ein derart wichtiges und faszinierendes Buch zu realisieren. “Viele unter meinen treuen Kunden - so die Antwort - haben mich wiederholt dazu aufgefordert, ein Kochbuch zu schreiben, und ich habe immer geantwortet, dass ich's früher oder später machen werde”.
Was war sodann der Auslöser für die Entscheidung?

“Nach langem Zögern und vielen Zweifeln hat mir sicherlich meine Enkelin Matilde, die am 19. Februar 2008 geboren ist, ein aufgewecktes und lebenslustiges Mädchen, den definitiven Anstoss gegeben. Grossvater Renato hat ihr dieses Buch gewidmet”.
Das Resultat ist nicht nur ein Kochbuch, sondern viel mehr! Es ist ein Lebensbericht, eine Erzählung, mittels Rezepten, einer Karriere, welche Bacchetta an die Spitze der italienischen Küche gebracht hat. Es ist eine Enzyklopädie nicht nur des Geschmacks, sondern aller Sinne: gute, elegante, parfümierte, raffinierte Gerichte...welche noch vor ihrem Genuss eine Augenweide sind! Das Ganze ist durch Fotografien höchsten technischen und künstlerischen Niveaus durch Francesco Ragni, ein Experte auf dem Gebiet, angereichert, welcher zahlreiche Fotobücher realisiert und Küchen-, Kunst- und Modezeitschriften illustriert hat.
Bacchetta hat der Küche sein Leben gewidmet und wurde hierfür sicherlich belohnt, sei es durch das Prestige, welches er seit Jahren der Stadt Arona und der Provinz Novara gibt, sei es durch die zahlreichen Bestätigungen seiner Kunden, einem Publikum von Kennern, öno-gastronomischen Experten oder auch einfachen Passanten, welche das Glück gehabt haben, seine unvergesslichen Leckerbissen zu geniessen. Renato investiert seit jeher seine ganze Leidenschaft, sein Engagement, seine schon beinahe krankhafte Suche nach Perfektion, in seine Zubereitungen, damit diese, die unfehlbar mit Zutaten allererster Qualität und Frische zubereitet sind, zu richtiggehenden Meisterwerken werden....höchste Kunst!
Die Taverna del Pittore wurde 1960 vom Maler Sergio Loeffler gegründet, welcher nicht nur ein guter Koch war, sondern sich auch mit der Malerei versuchte: deshalb die Idee, die das Lokal so zu nennen. Auch die bekannten Künstler aus Arona, Gianfilippo Usellini, Carlo Monti und Gigi Comolli, waren häufige Gäste der Taverna.
Das Lokal ist fraglos raffiniert, von höchster Qualität und mit gutem Geschmack eingerichtet, ideal für romantische Nachtessen, Geschäftsessen, wichtige Anlässe und für alle, die einen besonderen Abend verbringen wollen.
Die Veranda bietet mit ihrer Glaswand eine wundervolle Aussicht auf den Locarner See, und der Fels Rocca di Angera, der sich gleich gegenüber in den Himmel erhebt, kommt seinerseits einem Kunstwerk gleich.
Es ist unmöglich, sich der eleganten und verführerischen Atmosphäre zu entziehen, weshalb ein Nachtessen in der Taverna del Pittore ein unverzichtbares Erlebnis ist, jedesmal dann, wenn man einen unvergesslichen Moment erleben will.
Das Restaurant verfügt ebenfalls über einen privaten Steg, an welchem die Segelschiffe und Motorboote der Kunden anlegen können, die vom Wasser her kommen.
Die Küche ist unübertrefflich, und ein jedes Gericht ist ein Triumph an Stil, Farben und Geschmack...eine wohlabgestimmte Geschmackspalette.
Riccardo Franchini, leidenschaftlicher öno-gastronomischer Kenner, ist Autor von Büchern und Führer über das Gastgewerbe


 
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